Berufliche Weiterbildung ist gefragter denn je. Das zeigen aktuelle Zahlen des Bayerischen Staatsministeriums für Familie, Arbeit und Soziales: Von Januar 2025 bis Juni 2026 haben die vom Freistaat geförderten Weiterbildungsinitiatorinnen und -initiatoren (WBI) knapp 2.200 Beschäftigte sowie rund 1.500 Unternehmen beraten. Insgesamt wurden damit fast 3.700 Beratungseinsätze durchgeführt.
Fast 3.700 Beratungen in eineinhalb Jahren
Die hohe Zahl an Beratungseinsätzen verdeutlicht den wachsenden Bedarf an Unterstützung bei der beruflichen Weiterbildung. Beschäftigte und Unternehmen stehen gleichermaßen vor den Herausforderungen von Digitalisierung, Transformation und Fachkräftemangel. Die Weiterbildungsinitiatorinnen und -initiatoren helfen dabei, passende Qualifizierungsmaßnahmen zu identifizieren und individuelle Entwicklungswege aufzuzeigen.
Orientierung in einer sich wandelnden Arbeitswelt
Die Weiterbildungsinitiatorinnen und -initiatoren beraten Beschäftigte kostenfrei zu Weiterbildungsangeboten und Fördermöglichkeiten. Gleichzeitig unterstützen sie Unternehmen dabei, sich zukunftssicher aufzustellen und die Kompetenzen ihrer Mitarbeitenden gezielt weiterzuentwickeln. Auf Wunsch begleiten sie auch die Umsetzung konkreter Weiterbildungsvorhaben.
Das Angebot trägt dazu bei, Beschäftigte auf zukünftige Anforderungen vorzubereiten und Unternehmen bei der Sicherung ihrer Wettbewerbsfähigkeit zu unterstützen.
bbw unterstützt Unternehmen beim digitalen Wandel
Zu den Trägern des Projekts zählt auch das Bildungswerk der Bayerischen Wirtschaft (bbw). Im Rahmen des Projekts „Weiterbildungsinitiator*innen – Förderung zum digitalen Wandel“ begleitet das bbw Unternehmen und Beschäftigte bei Fragen rund um Qualifizierung, Digitalisierung und Kompetenzentwicklung.
Im Fokus stehen insbesondere kleine und mittlere Unternehmen, die Unterstützung bei der Analyse ihrer Qualifizierungsbedarfe sowie bei der Planung passender Weiterbildungsmaßnahmen erhalten. Ziel ist es, Beschäftigte auf neue Anforderungen vorzubereiten und Unternehmen bei der Fachkräftesicherung zu unterstützen.
Weiterbildung gegen den Fachkräftemangel
Die aktuellen Zahlen zeigen, dass Weiterbildung zunehmend als strategisches Instrument zur Sicherung von Fachkräften genutzt wird. Durch individuelle Beratung und maßgeschneiderte Qualifizierungskonzepte können Unternehmen ihre Wettbewerbsfähigkeit stärken und Mitarbeitende langfristig an sich binden. Gleichzeitig eröffnen sich für Beschäftigte neue berufliche Perspektiven und Entwicklungsmöglichkeiten.
Investition in Bayerns Zukunft
Aktuell fördert der Freistaat Bayern 20 Vollzeitstellen für Weiterbildungsinitiatorinnen und -initiatoren sowie eine Koordinierungsstelle. Die Förderung erfolgt im Rahmen des „Pakts für berufliche Weiterbildung“, einer gemeinsamen Initiative der Bayerischen Staatsregierung und wichtiger Arbeitsmarktakteure.
Die nahezu 3.700 Beratungen innerhalb von anderthalb Jahren unterstreichen die Bedeutung des Angebots. Projekte wie das der Weiterbildungsinitiatorinnen und -initiatoren des bbw leisten damit einen wichtigen Beitrag, um Beschäftigte und Unternehmen fit für die Arbeitswelt von morgen zu machen und den Wirtschaftsstandort Bayern nachhaltig zu stärken.
Quellen
Bayerisches Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales: Pressemitteilung „Weiterbildungsinitiatorinnen und -initiatoren fast 3.700-mal im Einsatz“, veröffentlicht am 03.09.2026. [stmas.bayern.de]
Weiterführende Informationen:
- Projekt „Weiterbildungsinitiator*innen – Förderung zum digitalen Wandel“ des Bildungswerks der Bayerischen Wirtschaft (bbw)
- Plattform „komm.weiter.bayern“ für regionale Ansprechpersonen zur Weiterbildungsberatung [stmas.bayern.de]