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Berufsbegleitende Weiterbildung oder besser studieren?

Sich im Beruf weiter zu qualifizieren und damit neue berufliche Perspektiven zu eröffnen spielt für immer mehr Menschen eine wichtige Rolle. Doch oft fällt die Wahl zwischen berufsbegleitenden Studiengängen und Weiterbildungen schwer. Das Angebot wird immer größer und damit leider auch unübersichtlich. Deshalb lohnt es sich, alle Pros und Contras sorgfältig abzuwägen, wenn die Entscheidung ansteht: Wie geht es weiter im Beruf und mit meiner Karriere? Alle Vorteile und Nachteile der berufsbegleitenden Weiterbildung, des Weiterbildungsstudiengangs und des Weiterbildungslehrgangs zeigt dieser Überblick.

Berufsbegleitende Weiterbildung oder Studium VergleichWeiterbildungsstudiengänge sind fast immer zeitintensiv, teuer und im Hinblick auf die Entfernungen zum Studienort häufig schwer zu organisieren. Vor allem dann, wenn die Alternative „Fernstudium“ als Möglichkeit nicht in Betracht kommt und es nicht zufällig eine private Hochschule gibt, die nahe am eigenen Wohnort ist und die ein passgenaues Angebot macht. Trotzdem liegen die Vorteile klar auf der Hand: Ein Studium gilt an sich schon als eine wichtige, horizonterweiternde Lebensphase, die viele nicht missen wollen. Ein akademischer Abschluss ist in vielen Bereichen für bestimmte Karrierepfade – wie z.B. für die Pflegedienstleitung im Krankenhaus oder eine Einrichtungsleitung in der Kinder- und Jugendhilfe – meist zwingend vorgeschrieben.

Er ist zudem mit höherem Prestige verbunden und er qualifiziert sehr differenziert auch für das wissenschaftliche Arbeiten, für die Erstellung von Projekt- und Seminararbeiten: Die inhaltlich und auch differenzierte Auseinandersetzung auf der theoretischen Ebene wird eingeübt und fundiert erlernt. So entsteht ein sehr breiter Wissenshorizont, der zum eigenständigen Weiterdenken einlädt – auch deshalb, weil selbstgesteuerte und selbstorganisierte Lernprozesse im Studiums eine große Rolle spielen.

Berufsbegleitende Weiterbildung als praxisnahes Handwerkszeug

An vielen Beispielen wird bei der berufsbegleitenden Weiterbildung praxisnah und anschaulich das Handwerkszeug vermittelt, das später im Arbeitsalltag direkt zum Einsatz kommt. Ein Vorteil ist auch, dass diese Weiterbildung oft preislich günstiger ist als die entsprechenden Studiengänge und tendenziell wohnortnäher, weil es ganz einfach bundesweit dafür mehr Bildungsträger gibt als Hochschulen. Auch die zeitliche Beanspruchung ist in aller Regel geringer. So entfallen aufwändige Projekt-, Seminar- und Zulassungsarbeiten. Zudem ist die Lern- und Prüfungsstruktur enger gefasst und der Transfer des Gelernten in die Praxis fällt leichter, denn: Die Vorgaben sind – ähnlich wie beim schulischen Lernen – eindeutiger und in die klar vorstrukturierten Einheiten eines Curriculums gepackt.

Vielen Menschen fällt bei solch einer Auseinandersetzung mit Wissen und Kompetenzen das Lernen zunächst einmal leichter. Denn häufig fehlen ihnen die entsprechenden Erfahrungen, um den höheren Anforderungen einer Hochschule gerecht zu werden. Berufsbegleitende Weiterbildungen sind deshalb eher ein „Rundum-Sorglos-Paket“. Was ist also die bessere Wahl? Schwierige Entscheidung! Von beidem etwas?

Der Weiterbildungslehrgang als Mittelweg

Es gibt auch einen dritten Weg: Berufsbegleitende Weiterbildungen mit klarer wissenschaftlicher Orientierung. Ein Beispiel hierfür ist die Weiterbildung zum Sozialwirt (bbw/Hochschule). Hierbei handelt es sich um einen klassischen Weiterbildungslehrgang, der dennoch etliche deutlich darüber hinausgehende Vorteile bietet: Die inhaltlich vermittelte Basis ist wesentlich breiter und es wird viel Wert auf projektorientiertes, selbstständig zu organisierendes Lernen gelegt. Der Lehrgang ist wissenschaftlich fundiert konzipiert und wird durch eine Hochschule begleitet, die im Sozial-, Pflege- und Gesundheitsbereich ausgewiesen ist. Die Prüfungsabnahme erfolgt durch einen Professor der Hochschule, der zugleich die wissenschaftliche Leitung für diesen Lehrgang inne hat. Das garantiert ein hohes und einheitliches Prüfungsniveau.

Den Sozialwirt (bbw/Hochschule) gibt es mittlerweile seit 25 Jahren und es zeigt sich, dass die vielen Absolventinnen und Absolventen ein Mehr an Kompetenzen besitzen. Besonders wenn es darum geht, das theoretisch fundiert erlernte Wissen systematisch zu vernetzen und in die Praxis zu übertragen. Genau das ist das erklärte Ziel dieser Weiterbildung: Die Teilnehmer lernen, ihre Kompetenzen zur Lösung von komplexen Problemlagen passend anzuwenden, um praktische und konzeptionelle Herausforderungen und Veränderungsprozesse in der späteren Karriere zu bewältigen.

Autor: Prof. Dr. Joachim König, Evangelische Hochschule Nürnberg

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