bbw-seminare.de Chemikant*in
Chemikant*in
Sie arbeiten seit Jahren in der Produktion eines Chemie- oder Pharmaunternehmens, haben Praxiserfahrung an Produktionsanlagen, aber keinen anerkannten Berufsabschluss? Oder möchten Sie als Unternehmen Ihre Mitarbeitenden gezielt qualifizieren und langfristig Fachkräfte sichern? Dann ist die berufsbegleitende Weiterbildung Chemikant*in mit IHK-Abschluss ideal.
Nutzen Sie Ihre naturwissenschaftlichen Kenntnisse in Chemie, Ihr technisches Verständnis in Produktion und Verfahrenstechnik sowie Ihr Interesse an industriellen Prozessen, um sich beruflich weiterzuentwickeln und einen bundesweit anerkannten Abschluss zu erwerben. Die Weiterbildung vermittelt praxisnahes Wissen für den sicheren Umgang mit technischen Anlagen und modernen Anforderungen der chemischen und pharmazeutischen Industrie. Sie bereitet gezielt auf die Externenprüfung zum IHK-Abschluss vor und eröffnet neue Karrierechancen als qualifizierte Fachkraft, auch ohne klassischen Ausbildungsweg.
Die Weiterbildung ist AZAV-zertifiziert und wird in der Regel umfassend gefördert. Über die Agentur für Arbeit kann nach dem Qualifizierungschancengesetz eine teilweise oder vollständige Kostenübernahme erfolgen: für Beschäftigte wie auch für Unternehmen. Das bbw unterstützt Sie bei der Auswahl und Beantragung der passenden Fördermöglichkeiten.
Zielgruppen
- Beschäftige mit Berufsabschluss
- Beschäftige ohne Berufsabschluss
Abschlussart
- IHK-Abschluss
Förderungsmöglichkeiten
- BA-Förderung nach dem Qualifizierungschancengesetz
Kursdetails
Inhalte
Allgemeines, Wirtschafts- und Sozialkunde
- Berufsbildung, Arbeits- und Tarifrecht
- Aufbau und Organisation des Ausbildungsbetriebes
- Responsible Care
- Arbeitsorganisation und Kommunikation
Naturwissenschaftliche Grundlagen
- Grundlagen Chemie / chemische Technologie
- Grundlagen der Physik / technische Mathematik
Verfahrenstechnische Grundoperationen
- Umgang mit Arbeitsstoffen und Stoffkonstanten
- Förderung von Feststoffen, Flüssigkeiten und Gasen
- Stoffsysteme trennen und reinigen
- Umgang mit Mischapparaturen und Trocknern
Installationstechnik, Anlagentechnik
- Arbeitsmittel der Produktionsanlage bedienen / in Stand halten
- Bearbeitungsverfahren von Werkstoffen
- Demontage und Montage von Rohrleitungssystemen
- Absperrvorrichtungen, Anlagensicherheit, Maßnahmen bei Störungen
Instandhaltung von Produktionseinrichtungen
- Fördermittel unterscheiden, prüfen, bedienen, pflegen, warten
- Ein- und Ausbau von Fördermitteln
- Instandhaltung und Dokumentation
Mess-/Steuerungs-/Regelungs-/Prozessleittechnik
- Stoffgrößen und Stoffzustände in der Produktionsanlage erfassen
- Grundschaltungen aufbauen und prüfen
- Prozesse beeinflussen, fahren und überwachen
- Prozesse kontrollieren und dokumentieren
Thermische und mechanische Verfahrenstechnik
- Prinzipien von Trennverfahren
- Sortieren, Klassieren, Destillieren, Rektifizieren
- Sedimentieren, Filtrieren, Zentrifugieren
Optimieren von Produktionsabläufen
- Prozessanalyse und Effizienzsteigerung
- Qualitätssicherung durch Mess- und Regeltechnik
- Ressourcenschonung und nachhaltige Produktion
IHK-Prüfungsvorbereitung Theorie und Praxisworkshop
- Gezielte Vorbereitung auf schriftliche und praktische IHK-Prüfungsteile
- Vertiefung prüfungsrelevanter Inhalte aus Chemie, Verfahrenstechnik und Arbeitssicherheit
- Praxisworkshops mit typischen Aufgabenstellungen aus dem Berufsalltag eines Chemikanten
Für Unternehmen: Auf Wunsch können Inhalte betriebsspezifisch ergänzt oder als Inhouse‑Training durchgeführt werden.
Ihr Nutzen
- Anerkannter Berufsabschluss trotz fehlender Ausbildung – ideal für erfahrene Produktionsmitarbeiter*innen
- Berufsbegleitend und praxisnah – Weiterbildung parallel zur Tätigkeit im Unternehmen möglich
Fundiertes Fachwissen in Chemie, Verfahrenstechnik und Produktionsprozessen - Gezielte IHK-Prüfungsvorbereitung – Theorie und Praxisworkshops für maximale Erfolgschancen
- Neue Karrierechancen in der chemischen Industrie durch qualifizierte Fachkompetenz
Stärkung technischer und naturwissenschaftlicher Fähigkeiten für moderne Produktionsanforderungen - Zukunftssicherheit durch Kenntnisse in Digitalisierung, Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft
Häufige Fragen zur Weiterbildung Chemikant*in (IHK)
In diesem Überblick finden Sie kompakte Antworten auf zentrale Fragen rund um den Beruf Chemikant*in, den Weg zum IHK-Abschluss und die berufsbegleitende Weiterbildung.
Was ist ein Chemikant?
Chemikantinnen und Chemikanten arbeiten in der chemischen oder pharmazeutischen Industrie und sind für die Steuerung und Überwachung von Produktionsanlagen verantwortlich. Der Beruf Chemikant*in gehört zu den wichtigsten technischen Berufen in der Industrie. Sie stellen chemische Produkte her und sorgen für einen sicheren und reibungslosen Ablauf in der industriellen Produktion.
Was machen Chemikant*innen im Arbeitsalltag?
Im Arbeitsalltag überwachen Chemikantinnen und Chemikanten Produktionsprozesse, bedienen und warten Anlagen und kontrollieren die Qualität der hergestellten Produkte. Sie arbeiten vor allem in Produktionsbetrieben statt im klassischen Labor und sorgen dafür, dass industrielle Prozesse effizient und sicher ablaufen.
Wie kann ich Chemikant*in werden?
Chemikant*in kann man entweder über eine klassische Ausbildung oder über den alternativen Weg der Externenprüfung bei der Industrie- und Handelskammer (IHK) werden. Die berufsbegleitende Nachqualifizierung vom bbw bereitet gezielt auf den anerkannten IHK-Abschluss vor.
Kann man auch Chemikant*in ohne Ausbildung werden?
Ja, es ist möglich, auch ohne Ausbildung oder Berufsabschluss Chemikant*in zu werden. Voraussetzung ist mehrjährige Berufserfahrung in der chemischen Produktion und im Umgang mit Anlagen. Die Externenprüfung bei der IHK ermöglicht den anerkannten Abschluss – die Weiterbildung beim bbw unterstützt gezielt und praxisnah bei der Vorbereitung.
Für wen ist die Weiterbildung Chemikant*in geeignet?
Die berufsbegleitende Weiterbildung eignet sich insbesondere für erfahrene Produktionsmitarbeiter*innen in der chemischen und pharmazeutischen Industrie. Sie eignet sich für Personen mit oder ohne Berufsausbildung, die einen bundesweit anerkannten IHK-Abschluss als Chemikant oder Chemikantin erwerben und sich beruflich weiterentwickeln möchten.
Wie lange dauert die Weiterbildung Chemikant*in (IHK)?
Die Weiterbildung ist berufsbegleitend aufgebaut und richtet sich nach den individuellen Voraussetzungen und den zeitlichen Kapazitäten der Teilnehmenden. Sie kann parallel zur Tätigkeit im Unternehmen absolviert werden und bereitet strukturiert auf die Externenprüfung zum anerkannten IHK-Abschluss vor.
Welche Voraussetzungen brauche ich, um Chemikant*in zu werden?
Um Chemikant*in zu werden, sind bestimmte Voraussetzungen erforderlich. Für den anerkannten Abschluss benötigen Sie in der Regel:
- Mehrjährige Berufserfahrung in der chemischen Produktion
- Kenntnisse in Produktionsprozessen oder Anlagentechnik
- Interesse an technischen und naturwissenschaftlichen Zusammenhängen
Die genauen Zulassungsvoraussetzungen zur Externenprüfung werden von der Industrie- und Handelskammer (IHK) festgelegt.
Wird die Weiterbildung Chemikant*in gefördert?
Ja, die Weiterbildung Chemikant*in wird in der Regel gefördert. Sie ist AZAV-zertifiziert und kann über die Agentur für Arbeit nach dem Qualifizierungschancengesetz unterstützt werden. Je nach individueller Situation können die Lehrgangskosten ganz oder zu großen Teilen übernommen werden. Die Förderung gilt sowohl für Beschäftigte als auch für Unternehmen, die ihre Mitarbeitenden weiterqualifizieren möchten. Das bbw berät Sie gerne zu Ihren Fördermöglichkeiten und unterstützt Sie persönlich bei der Antragstellung.
Bereitet die Weiterbildung auf die IHK-Prüfung vor?
Ja, die Weiterbildung bereitet gezielt auf die IHK Prüfung zum Chemikanten oder zur Chemikantin vor. Sie umfasst sowohl theoretische Inhalte als auch praxisnahe Workshops und orientiert sich an den Anforderungen der Externenprüfung bei der Industrie und Handelskammer (IHK).
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