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Weiterbildung finanzieren

Mit einer Weiterbildung verbessert man seine Jobchancen, optimiert seine Karriereaussichten oder schafft den Einstieg in einen neuen Beruf. Gerade umfangreiche Weiterbildungen oder Umschulungen sind oft teuer. Allerdings leisten der Bund, die Länder und viele weitere Stellen finanzielle Unterstützung unter bestimmten Voraussetzungen. Sie sollten deshalb bei Ihrer beruflichen Weiterbildung unbedingt prüfen, ob nicht auch für Sie eine Förderung in Betracht kommt. Hier finden Sie die verschiedenen Weiterbildungsförderungen gelistet, vom Aufstiegs-BAföG, der Begabtenförderung und dem Bildungsgutschein bis zu WeGebAU. Sollten Sie Fragen zu Ihren Fördermöglichkeiten haben, melden Sie sich gerne bei uns. Wir beraten Sie individuell.

Begabtenförderung „Weiterbildungsstipendium“

Gefördert wird nicht nur ein Hochschulstudium, sondern Weiterbildungen vom Handwerksmeister bis zum Intensiv-Sprachkurs. Das Geld muss, wie beim Aufstiegsstipendium, nicht zurückgezahlt werden. Stipendiaten bekommen maximal 6.000 Euro – dazu müssen sie sich an einer Weiterbildung mit einem Eigenanteil von 10 Prozent beteiligen. Bewerber müssen unter 25 Jahre alt sein und besondere Leistungen im Beruf oder in der Ausbildung erbracht haben. Ansprechpartner ist die Stiftung Begabtenförderung berufliche Bildung. Auf der Homepage der Stiftung erhalten Sie weitere Informationen zum Weiterbildungsstipendium.

Internet: www.sbb-stipendien.de

Bildungsgutschein

Einen Bildungsgutschein können Arbeitslose, Arbeitnehmerinnen oder Arbeitnehmer bekommen, wenn die Weiterbildung notwendig ist, um eine bestehende Arbeitslosigkeit durch berufliche Eingliederung zu beenden oder eine konkret drohende Arbeitslosigkeit abzuwenden – oder aber wenn Beschäftigten ein anerkannter Berufsabschluss fehlt. Mit dem Bildungsgutschein sichert die Arbeitsagentur zu, die Kosten zu übernehmen, die durch die Teilnahme an der Weiterbildung anfallen. Darunter fallen die Lehrgangskosten, gegebenenfalls anfallende Fahrtkosten, Unterbringungskosten und Kinderbetreuungskosten. Eine Übersicht bietet die Seite der Stiftung Warentest.

Internet: www.test.de

Bildungsprämie – neue Förderperiode

Seit dem 1. Juli 2017 gelten verbesserte Bedingungen für den Erhalt und den Einsatz eines Prämiengutscheins. Die Bildungsprämie unterstützt dadurch mehr Menschen bei der Finanzierung einer berufsbezogenen Weiterbildung. Prämiengutscheine werden jetzt jährlich statt, wie bisher, nur alle zwei Jahre ausgegeben. Die Altersgrenzen fallen außerdem weg, somit können auch Personen unter 25 Jahren sowie erwerbstätige Rentnerinnen und Rentner einen Prämiengutschein bekommen. Der Prämiengutschein für berufliche Weiterbildung kann bis zu 500 Euro wert sein. Informieren Sie sich vor Beginn der Weiterbildung über Ihre persönlichen Weiterbildungsmöglichkeiten und über Ihre Teilnahme am Programm „Bildungsprämie“ bei einer kompetenten Beratungsstelle. Eine Beratungsstelle in Ihrer Nähe sowie weitere Informationen zu notwendigen Unterlagen und Einkommensgrenzen finden Sie auf der Seite des Programm Bildungsprämie.

Internet:  www.bildungspraemie.info oder direkt auf Facebook: https://www.facebook.com/bildungspraemie/

Wie die Förderung Menschen bei ihrer Weiterbildung voranbringt, sehen Sie hier:

Aufstiegs-BAföG (ehemals Meister-BAföG)

Das von Bund und Ländern gemeinsam finanzierte Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz (AFBG) begründet einen individuellen Rechtsanspruch auf Förderung von beruflichen Aufstiegsfortbildungen. Als Teilnehmer unserer beruflichen Fortbildungen erhalten Sie über das sogenannte Aufstiegs-BAföG einen einkommens- und vermögensunabhängigen Zuschuss in Höhe von 40 Prozent zu den Lehrgangs- und Prüfungsgebühren sowie einen Darlehensnachlass in Höhe von ebenfalls 40 Prozent auf Antragstellung nach bestandener Prüfung. Voraussetzung ist lediglich, dass Sie nicht bereits über eine gleichwertige oder höhere Qualifikation verfügen. Wer gefördert wird und wie gefördert wird erklärt die Seite des Bundesministeriums für Bildung und Forschung.

Internet:  www.aufstiegs-bafoeg.de.

Meisterbonus

Seit dem 1. September 2013 erhält jeder erfolgreiche Absolvent der beruflichen Weiterbildung zum Meister oder zu einem gleichwertigen Abschluss einen Meisterbonus in Höhe von 1.500 Euro (seit 01.01.2018). Die Richtlinien zur Vergabe des Meisterbonus und des Meisterpreises der Bayerischen Staatsregierung vom 3. Juli 2013 regeln die Einzelheiten für Meisterprüfungen oder gleichwertige öffentlich-rechtliche Fortbildungsprüfungen in gewerblichen und kaufmännischen Berufen, im Bereich des öffentlichen Dienstes, in den Berufen der Landwirtschaft und der Hauswirtschaft sowie staatliche Fortbildungsprüfungen in diesen Fachrichtungen an Fachschulen und Fachakademien. Eine Antragstellung ist nicht erforderlich, die Berechtigten werden von den zuständigen Stellen ermittelt. Voraussetzung ist, dass die Prüfung vor der fachlich und örtlich zuständigen Stelle im Freistaat Bayern abgelegt und von dieser das Zeugnis ausgestellt wurde. Hauptwohnsitz oder Beschäftigungsort müssen in Bayern liegen. Das Bayerisches Staatsministerium für Wirtschaft, Energie und Technologie gibt auf seiner Seite einen Überblick. Internet:  www.stmwi.bayern.de 

Wie viel Geld Sie mit dem Aufstiegs-BAföG und dem Meisterbonus sparen können, erklärt Ihnen unser Video:

WeGebAU

Demografischer Wandel und fortschreitender Fachkräftemangel, aber auch die soziale Verantwortung machen die Qualifizierung Ungelernter und die Anpassung der beruflichen Qualifikation Älterer an aktuelle Arbeitsanforderungen zwingend notwendig. Mit dem Sonderprogramm WeGebAU der Agentur für Arbeit wird die Weiterbildung von Beschäftigten in Unternehmen gefördert. Wenn Sie Ihre Mitarbeiter für anspruchsvollere Arbeitsinhalte qualifizieren lassen, sind – in Abhängigkeit vom Qualifikationsniveau der Mitarbeiter, deren Lebensalter und der Unternehmensgröße – eine bis zu 100-prozentige Kostenübernahme und ein Zuschuss zum Arbeitsentgelt durch die Arbeitsagentur möglich. Bei Fragen stehen wir Ihnen jederzeit zur Verfügung und stellen Ihnen auch den Kontakt zur Agentur für Arbeit her.

Internet: https://www.arbeitsagentur.de

Begabtenförderung „Aufstiegsstipendium“

Diese Option ist interessant für Personen, die ihre Ausbildung sehr gut abgeschlossen haben und ein Hochschulstudium aufnehmen wollen. Denn vom Aufstiegsstipendium müssen Berufstätige nichts zurückzahlen. Pro Monat können sie für ein Vollzeitstudium 670 Euro bekommen – plus 80 Euro Büchergeld. Bei einem berufsbegleitenden Studium sind es einmalig 2.000 Euro im Jahr. Voraussetzung ist, dass Bewerber ihre Ausbildung mit der Note 1,9 oder besser abgeschlossen haben. Außerdem brauchen sie zwei Jahre Berufserfahrung. Ansprechpartner ist die Stiftung Begabtenförderung berufliche Bildung. Auf der Homepage der Stiftung erhalten Sie weitere Informationen zum Aufstiegsstipendium. 

Internet: www.sbb-stipendien.de

Sonstige Begabtenförderung

Neben den Stipendien fördern diverse Begabtenförderungswerke herausragende Leistungen, die sich in erster Linie an Studierende und Promovierende richten. Die Rahmenbedingungen zur finanziellen Förderung sind durch die Förderrichtlinien des Bundesministeriums für Bildung und Forschung vorgegeben.

Internet: www.bmbf.de

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