Navigation überspringen

Infoservice

icon: infotelefon 0821 56756-14

Sie befinden sich hier: Startseite  » Förderungen » Weiterbildung finanzieren

Weiterbildung finanzieren

Mit einer Weiterbildung verbessern Sie Ihre Job-Chancen, optimieren Ihre Karriereaussichten oder schaffen den Einstieg in einen neuen Beruf. Gerade umfangreiche Weiterbildungen oder Umschulungen sind oft teuer. Allerdings leisten der Bund, die Länder und viele weitere Stellen finanzielle Unterstützung unter bestimmten Voraussetzungen. Sie sollten deshalb bei Ihrer beruflichen Weiterbildung unbedingt prüfen, ob nicht auch für Sie eine Förderung in Betracht kommt. Hier finden Sie die verschiedenen Weiterbildungsförderungen gelistet: vom Aufstiegs-BAföG, über die Begabtenförderung und dem Bildungsgutschein bis zum Qualifizierungschancengesetz (ehemals WeGebAU). Sollten Sie Fragen zu Ihren Fördermöglichkeiten haben, melden Sie sich gerne bei uns. Wir beraten Sie individuell.

Auf einen Blick: Weiterbildung finanzieren

1. Begabtenförderung "Weiterbildungsstipendium"

2. Bayerischer Bildungsscheck

3. Bildungsgutschein

4. Bildungsprämie (Förderdauer bis 2021 verlängert)

5. Aufstiegs-BAföG

6. Meisterbonus

7. Qualifizierungschancengesetz

8. Begabtenförderung "Aufstiegsstipendium"

9. Sonstige Begabtenförderung

1. Begabtenförderung "Weiterbildungsstipendium"

Mit dem Weiterbildungsstipendium können Sie sich Ihr Hochschulstudium fördern lassen, aber auch eine Weiterbildung (beispielsweise zum*zur Handwerksmeister*in) oder einen Intensiv-Sprachkurs. Das Geld muss, wie beim Aufstiegsstipendium, nicht zurückgezahlt werden. Stipendiat*innen bekommen maximal 6.000 Euro – dazu müssen sie sich an einer Weiterbildung mit einem Eigenanteil von 10 Prozent beteiligen.

Voraussetzungen für die Förderung:

  • Bewerber*innen müssen unter 25 Jahre alt sein und
  • sie müssen besondere Leistungen im Beruf oder in der Ausbildung erbracht haben.

Ansprechpartner ist die Stiftung Begabtenförderung berufliche Bildung (SBB). Auf der Homepage der Stiftung erhalten Sie weitere Informationen zum Weiterbildungsstipendium.

Zurück zur Übersicht.

2. Bayerischer Bildungsscheck

Der Bayerische Bildungsscheck ist ein Pauschalzuschuss in Höhe von 500 Euro für die individuelle berufliche Weiterbildung im Bereich Digitalisierung. Das Programm wird aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) und des Bayerischen Staatsministeriums für Familie, Arbeit und Soziales gefördert.

Bitte beachten Sie:

  • Die Ausgabe der Bayerischen Bildungsschecks erfolgte bis zum 31.07.2021.
  • Die bereits ausgegebenen Bildungsschecks können noch bis 30.11.2021 bei Weiterbildungsanbietern eingelöst werden. Das heißt, dass bis zu diesem Zeitpunkt eine Fortbildung begonnen worden sein muss.
  • Die Fortbildung muss bis zum 31.05.2022 beendet sein. Weiterbildungsanbieter können den Bildungsscheck noch bis 31.08.2022 beim Zentrum Bayern Familie und Soziales zur Abrechnung einreichen.

3. Bildungsgutschein

Arbeitssuchende können einen Bildungsgutschein bei der Agentur für Arbeit beantragen, wenn die Weiterbildung, die gefördert werden soll, notwendig ist, um eine bestehende Arbeitslosigkeit durch berufliche Eingliederung zu beenden. Ebenso können Arbeitnehmer*innen einen Bildungsgutschein bekommen, um mit einer Weiterbildung eine konkret drohende Arbeitslosigkeit abzuwenden. An- und ungelernte Beschäftigte können mit einem Bildungsgutschein ihre Weiterbildung fördern lassen, wenn ein anerkannter Berufsabschluss fehlt.

Mit dem Bildungsgutschein sichert die Agentur für Arbeit zu, die Kosten zu übernehmen, die durch die Teilnahme an der Weiterbildung anfallen. Darunter fallen die Lehrgangskosten, gegebenenfalls anfallende Fahrtkosten, Unterbringungskosten und Kinderbetreuungskosten. Weitere Informationen zum Bildungsgutschein finden Sie auf der Übersichtsseite der Bundesagentur für Arbeit (BA).

4. Bildungsprämie

Seit dem 1. Juli 2017 gelten verbesserte Bedingungen für den Erhalt und den Einsatz eines Prämiengutscheins. Die Bildungsprämie unterstützt dadurch mehr Menschen bei der Finanzierung einer berufsbezogenen Weiterbildung. Prämiengutscheine werden jetzt jährlich ausgegeben, anstatt wie bisher nur alle zwei Jahre. Die Altersgrenzen fallen außerdem weg, somit können auch Personen unter 25 Jahren sowie erwerbstätige Rentner*innen einen Prämiengutschein bekommen. Der Prämiengutschein für berufliche Weiterbildung kann bis zu 500 Euro wert sein. Informieren Sie sich vor Beginn der Weiterbildung über Ihre persönlichen Weiterbildungsmöglichkeiten und über Ihre Teilnahme am Programm "Bildungsprämie" bei einer kompetenten Beratungsstelle.

Verlängerung der Förderdauer bis Ende 2021!

Die Förderperiode der Bildungsprämie wurde im September 2020 verlängert. Erwerbstätige können noch bis Ende 2021 Prämiengutscheine der Bildungsprmäie beantragen, anstatt wie bisher vorgesehen nur bis zum 31.12.2020. Informationen zu einer möglichen Verlängerung gibt es derzeit noch nicht. Prämiengutscheine werden bis Ende 2020 ausgegeben und können bis zum 31. Dezember 2021 durch den Weiterbildungsanbieter abgerechnet werden.

Eine Beratungsstelle in Ihrer Nähe sowie weitere Informationen zu notwendigen Unterlagen und Einkommensgrenzen finden Sie auf der Website des Programms Bildungsprämie oder direkt auf Facebook-Seite Bildungsprämie. Wie die Förderung durch die Bildungsprämie Menschen bei ihrer Weiterbildung voranbringt, sehen Sie im Film, am Beispiel der Weiterbildung zum Rettungssanitäter:

5. Aufstiegs-BAföG

Das von Bund und Ländern gemeinsam finanzierte Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz (AFBG) begründet einen individuellen Rechtsanspruch auf Förderung von beruflichen Aufstiegsfortbildungen. Als Teilnehmer*in unserer beruflichen Fortbildungen erhalten Sie über das sogenannte Aufstiegs-BAföG einen einkommens- und vermögensunabhängigen Zuschuss in Höhe von 50 Prozent (ab 01.08.2020) zu den Lehrgangs- und Prüfungsgebühren sowie einen Darlehensnachlass in Höhe von ebenfalls 50 Prozent (ab 01.08.2020) auf Antragstellung nach bestandener Prüfung.

Voraussetzung für die Förderung:

  • Einzige Voraussetzung ist, dass Sie nicht bereits über eine gleichwertige oder höhere Qualifikation verfügen.

Wer gefördert wird und wie gefördert wird finden Sie auf der Website zum Aufstiegs-BAföG vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) erklärt.

6. Meisterbonus

Seit dem 1. September 2013 erhält jede*r erfolgreiche Absolvent*in der beruflichen Weiterbildung zum*zur Meister*in oder zu einem gleichwertigen Abschluss einen Meisterbonus in Höhe von 2.000 Euro (seit 01.06.2019). Die Richtlinien zur Vergabe des Meisterbonus und des Meisterpreises der Bayerischen Staatsregierung vom 3. Juli 2013 regeln die Einzelheiten für Meisterprüfungen oder gleichwertige öffentlich-rechtliche Fortbildungsprüfungen in gewerblichen und kaufmännischen Berufen, im Bereich des öffentlichen Dienstes, in den Berufen der Landwirtschaft und der Hauswirtschaft sowie staatliche Fortbildungsprüfungen in diesen Fachrichtungen an Fachschulen und Fachakademien. Eine Antragstellung ist nicht erforderlich, die Berechtigten werden von den zuständigen Stellen ermittelt.

Voraussetzungen für die Förderung:

  • Die Prüfung wurde vor der fachlich und örtlich zuständigen Stelle im Freistaat Bayern abgelegt. Diese hat auch das Zeugnis ausgestellt. 
  • Hauptwohnsitz oder Beschäftigungsort müssen in Bayern liegen.

Einen Überblick über die relevanten Abschlüsse finden Sie auf der Website zum Meisterbonus beim Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie (StMWi). 

7. Qualifizierungschancengesetz

Zum 1. Januar 2019 ist das Qualifizierungschancengesetz in Kraft getreten. Es weitet die bisherige (ehemals WeGebAU) durchgeführte Weiterbildungsförderung für beschäftigte Arbeitnehmer*innen durch die Bundesagentur für Arbeit (BA) aus. Im Rahmen des Qualifizierungschancengesetzes haben Unternehmen die Möglichkeit, die Kompetenzen ihrer Mitarbeiter*innen durch innovative, bedarfsgerechte und hochwertige Qualifizierungen aus- bzw. aufzubauen. Damit sind Unternehmen besser für anstehende Transformationsprozesse gewappnet. Gleichzeitig können an- und ungelernte Mitarbeiter*innen durch eine abschlussorientierte Weiterbildung zu Facharbeiter*innen weitergebildet werden.

Die Bundesagentur für Arbeit stellt für diese Qualifizierungen Förderleistungen zur Verfügung. Eine Förderung ist nun weitgehend unabhängig von Ausbildung, Lebensalter und Betriebsgröße möglich. Das Ziel ist, allen Arbeitnehmer*innen eine Anpassung und Fortentwicklung ihrer beruflichen Kompetenzen zu ermöglichen, deren berufliche Tätigkeiten vom technologischen Strukturwandel betroffen sind oder die eine Weiterbildung in einem Engpassberuf anstreben.

Bei Fragen stehen wir Ihnen jederzeit zur Verfügung und stellen Ihnen auch den Kontakt zu Ihrem Ansprechpartner bei der Agentur für Arbeit her.

Ausführliche Informationen sowie Beispiel-Angebote für förderfähige Qualifizierungen vom bbw finden sie auf unserer Seite zum Qualifizierungschancengesetz

8. Begabtenförderung "Aufstiegsstipendium"

Diese Option ist interessant für Personen, die ihre Ausbildung sehr gut abgeschlossen haben und ein Hochschulstudium aufnehmen wollen. Denn vom Aufstiegsstipendium müssen Berufstätige nichts zurückzahlen. Pro Monat können sie für ein Vollzeitstudium 670 Euro bekommen – plus 80 Euro Büchergeld. Bei einem berufsbegleitenden Studium sind es einmalig 2.000 Euro im Jahr.

Voraussetzungen für die Förderung:

  • Bewerber*innen haben ihre Ausbildung mit der Note 1,9 oder besser abgeschlossen.
  • Außerdem müssen sie zwei Jahre Berufserfahrung nachweisen können.

Ansprechpartner ist die Stiftung Begabtenförderung berufliche Bildung (SBB). Auf der Homepage der Stiftung erhalten Sie weitere Informationen zum Aufstiegsstipendium.

Ansprechpartner ist die Stiftung Begabtenförderung berufliche Bildung. Auf der Homepage der Stiftung erhalten Sie weitere Informationen zum Aufstiegsstipendium.

9. Sonstige Begabtenförderung

Neben den Stipendien fördern diverse Begabtenförderungswerke herausragende Leistungen, die sich in erster Linie an Studierende und Promovierende richten. Die Rahmenbedingungen zur finanziellen Förderung sind durch die Förderrichtlinien des BMBF (Bundesministerium für Bildung und Forschung) vorgegeben.