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Fallstudie: „Von der richtigen Einstellung“

Die richtigen Mitarbeiter auszuwählen ist eine Kunst, die man lernen kann. Und das bei sorgfältiger Vorbereitung an nur einem Tag, wie diese Fallstudie als Praxisbeispiel für Maßnahmen im Recruiting zeigt. In einem professionellen Beobachtertraining der bbw gGmbH entwickelten die Personalverantwortlichen der Bolta Werke objektive Kriterien, um potenzielle Kandidaten im Auswahlverfahren fundiert zu beurteilen. Das Ergebnis war ein klar definierter Prozess: ein methodischer Vorsprung, der als Blaupause für ein einheitliches Auswahlverfahren im Unternehmen dient.

Ausgangssituation

Fallstudie Bolta LogoDie Bolta Werke GmbH in Diepersdorf bei Nürnberg entwickelt und fertigt hochwertige Spritzgusssystemkomponenten. Ein besonderes Merkmal ist die stetig steigende Variantenvielfalt in der Produktion. Eine einzelne Baugruppe besteht aus bis zu 60 Einzelteilen. Immer komplexere Montagetätigkeiten stellen immer höhere kognitive Anforderungen an die Mitarbeiter und damit auch an die Auswahlverfahren im Bewerbungsprozess.

Ziele

Ziel des bbw-Beobachtertrainings ist es, die Treffsicherheit von Führungskräften und Fachexperten im Auswahlverfahren zu erhöhen, indem diese bei der Einstellung gewerblicher Mitarbeiter einem verbindlichen Schema folgen. Definierte Übungen und Beobachtungskriterien sollen das Team befähigen, den Bewerber besser einzuschätzen, zu bewerten und unter persönlichen, fachlichen und methodischen Gesichtspunkten den richtigen Mitarbeiter auszuwählen.

Vorgehensweise

Training für 17 Führungskräfte mit Recruiting-Kompetenz – Personalleiter, Personalreferenten und Vorgesetzte aus der Produktion – fand am Firmensitz in Diepersdorf statt. Anhand eines definierten Einstellungsprozesses vermittelte das Training den Teilnehmern konkrete Bewerbertests sowie Beobachtungskriterien und versetzte die Führungskräfte dadurch in die Lage, den richtigen Mitarbeiter auszuwählen. Grundlage war ein auf die Anforderungen des Unternehmens zugeschnittener Beobachter-Leitfaden („Bolta-Auswahlverfahren“), der im Vorfeld von der Trainerin entwickelt wurde.

Eine Herausforderung bestand darin, dass die einfachen Arbeitsplätze bei der Bolta Werke GmbH überwiegend mit angelernten Mitarbeitern besetzt sind. Mit Hilfe eines strukturierten Auswahlverfahrens sind nun bessere Rückschlüsse möglich, inwieweit ein potenzieller Mitarbeiter der Variantenvielfalt gewachsen ist.

Teilnehmer-Feedback

Nach anfänglicher Skepsis, ob man das Beobachten und Bewerten von Arbeitsschritten tatsächlich erlernen kann, erkannten die Teilnehmer sehr schnell, wie hilfreich konkrete Beobachtungskriterien sein können:

„Die Trainerin brachte in der zur Verfügung stehenden Zeit die Inhalte gut an. Die Übungen waren gut gestaltet, ich konnte mit ihrer Hilfe sofort meine Stärken und Schwächen erkennen. Weitere Sicherheit in der Anwendung des Gelernten wird mir die Praxis geben. Die Schulungsunterlagen werden dabei hilfreich für mich sein.“

Teilnehmer Reinhard Holzki

Ablauf

Zu Beginn des Trainings diskutierten die Teilnehmer den von der Trainerin entwickelten Beobachter-Leitfaden, der in künftigen Bewerber-Auswahlverfahren eingesetzt werden soll. Dank sorgfältiger Abstimmung im Vorfeld des Trainings war der konkrete Bezug zu den zu besetzenden Arbeitsplätzen gewährleistet und es waren nur noch kleinere Optimierungen durch die Teilnehmer erforderlich. Das Ergebnis entsprach im Detail den Anforderungen von Bolta und erlaubt ein passgenaues Besetzen der vakanten Stellen.

Das so entwickelte Bolta-Auswahlverfahren wurde in praktischen Übungen durch die Teilnehmer verinnerlicht und verfeinert. Ergänzend erhielten die Teilnehmer zu diesem Zweck grundlegende theoretische Kenntnisse zu Bewerber-Wahrnehmung, Wirkung und Beurteilung, die sie ebenfalls in mehreren psychologischen und fachlichen Übungen vertieften. Zu allen Übungen gab die Trainerin den Teilnehmern konstruktives Feedback.

Charakteristisch für die Maßnahme ist ihre kurzfristige Umsetzbarkeit

Die Abstimmung der Anfrage über Auftragsklärung, Konzept und erster Umsetzung des Beobachter-Trainings nimmt nur 4-6 Wochen in Anspruch. Dadurch kann die Methode bereits im nächsten Auswahlverfahren erfolgreich eingesetzt werden. Ein optionaler Review-Termin nach etwa drei Monaten dient der Bewertung anhand eigener praktischer Erfahrungen.

Ergebnisse

  • Höhere Treffsicherheit im (nächsten) Bewerber-Auswahlverfahren
  • Fundierte Beurteilung potenzieller Mitarbeiter in Bezug auf fachliche und persönliche Qualifikation
  • Identifikation von Potenzialträgern, die sich für eine berufliche Weiterentwicklung eignen
  • Vergleichbarkeit von Ergebnissen über mehrere Auswahlverfahren hinweg
  • Installation des Auswahlverfahrens im Unternehmen als BoltaGYM

Fallstudie zum Download

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