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Fallstudie: „Kooperieren heißt vertrauen“

Jedes Unternehmen wünscht sich Mitarbeiter, die sich standortübergreifend und über alle kulturellen Grenzen hinweg als Team verstehen. Wie dies in der Praxis gelingt und welche Rolle die Kommunikation dabei spielt, zeigt unsere Fallstudie der TAKATA AG aus Aschaffenburg. Hier führte die bbw gGmbH ein internationales Teamtraining durch. Dabei ging es weniger darum, den perfekten Teamplayer auszubilden, als darum, das Anderssein der Kollegen zu akzeptieren – eben ganz im Sinne einer offenen, vertrauensvollen Zusammenarbeit.

Ausgangssituation

Fallstudie TAKATA LogoDie TAKATA AG in Aschaffenburg ist eine Tochter der weltweit agierenden TAKATA-Gruppe, die Mitarbeiter unterschiedlicher Kulturen an Standorten in Asien, Europa, Afrika und Nord- und Südamerika beschäftigt. Diese kulturelle Vielfalt gilt es wertzuschätzen und zu nutzen, um die gemeinsamen Ziele zu erreichen, insbesondere standortübergreifend. Erfolgsentscheidend ist es, unterschiedliche Wertvorstellungen auf einen Nenner zu bringen und trotz räumlicher Trennung eine erfolgreiche Teamarbeit zu etablieren.

Ziele

Ziel des bbw-Teamtrainings war es, die unterschiedlichen Wertvorstellungen der Teilnehmer besser zu verstehen, die Kooperationsbereitschaft und insbesondere das Vertrauen der Teammitglieder zu ihren „Peers“ zu fördern. Dabei galt es auch Sprachbarrieren zu überwinden: Gemeinsame Seminarsprache für die insgesamt 28 Teilnehmer aus Deutschland, Polen, Rumänien, Tschechien, Russland, Marokko und Südafrika war Englisch.

„Dass individuelle Werte unsere Kommunikation prägen, hatten wir geahnt. Jetzt wissen wir auch, was dies für unsere Zusammenarbeit bedeutet: Sie ist viel konstruktiver geworden, weil wir uns besser verstehen.“

Martin Haupt, Corporate Senior Manager Safety & Environment, EMEA, TAKATA AG

Vorgehensweise

Das Teamtraining im Waldhotel Heppe im unterfränkischen Dammbach stellte den Aufbau des zwischenmenschlichen Vertrauens in den Mittelpunkt. Die Teilnehmer hatten Gelegenheit, ihr Bewusstsein für die Wertevielfalt der Teammitglieder zu schärfen und Ansätze zu entwickeln, um die Kommunikationsabläufe zu verbessern sowie die Belastbarkeit der zwischenmenschlichen Beziehungen und Kooperationen im Team zu optimieren. Als Leiter des Bereichs Safety & Environment EMEA in Aschaffenburg hatte Martin Haupt für einen Teil der Teilnehmer die disziplinarische Führung, für die anderen war er der fachliche Vorgesetzte. Das eintägige Seminar war Teil eines dreitägigen, jährlich stattfindenden Meetings. 2013 nahmen 28 Teilnehmer aus sieben Ländern teil, die an den jeweiligen Standorten als Safety & Environment Berater vor Ort an den Werkleiter berichteten.

Themenfeld „Kommunizieren im Team“: Was ist effektives Kommunizieren? Welche Bedeutung hat es für die Zusammenarbeit im Team? Wie beeinflussen Wertvorstellungen die Kommunikation im Team? Wie reagiert man auf abweichende Blickwinkel? Welche Rollen gibt es in einem Team?

Themenfeld „Kommunizieren an Schnittstellen“: Wie sieht eine idealtypische Kommunikation über Teamgrenzen hinweg aus? Wie etabliert man sie? Wie räumt man Missverständnisse aus, ohne andere vor den Kopf zu stoßen? Wie gelangen alle Teammitglieder zu einer gemeinsamen Sprache?

Themenfeld „Team Building“: Warum gefährden Abhängigkeiten im Team den Zusammenhalt? Wie geht man damit um? Wie baut man Vertrauen auf?

Ablauf

Nach einer kurzen Inputphase durch den Trainer wurden rund sechs Stunden lang verschiedene Teamübungen in mehreren, voneinander unabhängigen Teilgruppen bewältigt. Ein wichtiges Ziel dieser Übungen war es, die Zusammenarbeit untereinander und das Verständnis dafür zu fördern, dass auch bei unterschiedlichen Auffassungen zu Vorgaben und Vorgehen gemeinsame Lösungswege möglich und sinnvoll, weil zielführend sind. Die Reflexion der gelösten Aufgaben gab den Gruppen die Möglichkeit, Grundregeln des Feedbacks kennenzulernen und im Arbeitsalltag aktiv anzuwenden.

Bei der 1. Teamübung errichteten die Teilnehmer einen möglichst hohen, stabilen Turm aus Holzstäben sowie mit Hilfe von Schere und Klebeband. Die besondere Herausforderung dieser Übung lag in der Vorgehensweise in drei Teilteams, die jeweils ein Element des Turms bauten, sich zunächst aber weder beobachten noch absprechen durften. Bei der einmaligen teamübergreifenden Abstimmung war dann effektive Kommunikation gefragt. Nur wer einander wirklich zuhörte und sich auf sein Gegenüber einließ, gelangte zu einer überzeugenden Gesamtlösung. Bei dieser und der folgenden Übung erhielten die Teilnehmer kontinuierliches Feedback durch den Trainer.

In der 2. Teamübung namens „Easy Spider“ gingen die Teilnehmer durch dick und dünn: Die Übung mit einem verstellbaren Netz aus hochelastischem Gummiseil half, Abhängigkeiten in Systemen zu erkennen, die sich auf den Arbeitsalltag übertragen ließen. Neben der Fähigkeit zu kommunizieren wurde hier auch die Teamentwicklung geschult – Fähigkeiten wie Interagieren, Koordinieren, Vertrauen, Zusammenhalten. Am Ende des Tages erarbeiteten die Teilnehmer verbindliche Regeln für die zukünftige Zusammenarbeit.

Ergebnisse

  • Fördern und Ausbauen der Beziehungen und Kooperationen im Team
  • Fördern der Wertschätzung der unterschiedlichen Persönlichkeiten, Stärken des Bewusstseins um individuelle Fähigkeiten und Ressourcen, Verstehen unterschiedlicher Wertvorstellungen und Arbeitsstile
  • Auseinandersetzung mit dem individuellen Kommunikations- und Führungsverhalten
  • Ressourcenorientierte Optimierung von Kommunikationsabläufen
  • Konstruktives Geben und Annehmen von Feedback

Fallstudie zum Download

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