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Fallstudie ROS: „Gemeinsam unter Wölfen“

Dass das Beobachten eines Wolfsrudels den Blick für das eigene Verhalten schärfen kann, erfuhren die Teilnehmer eines Gruppen-Trainings für Führungskräfte der ROS GmbH & Co. KG. Das dreitägige Seminar zum Thema Führungsverhalten wurde von der bbw gGmbH im Naturpark Bayerischer Wald durchgeführt. Es sollte Freiraum für persönliche Kontakte bieten und die Kommunikation unter den Führungskräften fördern. Auch das Erarbeiten verbindlicher Vereinbarungen für die zukünftige Zusammenarbeit stand auf der Agenda.

Ausgangssituation

Fallstudie ROS LogoDie ROS GmbH & Co. KG befindet sich in einer Phase des Wachstums. Nach der Wirtschaftskrise im Jahr 2009 verzeichnete das Unternehmen stetige Umsatzzuwächse, gleichzeitig wurde das Geschäft weiter internationalisiert. Unter den organisatorischen Veränderungen litt zuweilen das Betriebsklima. Insbesondere die Kommunikation zwischen Führungskräften und den Mitarbeitern einer Tochterfirma in Tschechien galt als verbesserungsfähig.

Ziele

Die Geschäftsführung wollte das Gemeinschaftsgefühl ihrer Führungskräfte stärken und deren Zusammenarbeit verbessern. Ein nicht alltägliches Erlebnis sollte zugleich die besondere Wertschätzung gegenüber der Führungskräfte ausdrücken. Deshalb entschied man sich mit der bbw gGmbH für ein Team-Training im Bayerischen Wald.

„Wir haben erfahren, was eine erfolgreiche Führungskraft ausmacht – und wie man den Zusammenhalt in der Gruppe lebt und festigt!“

Steffen Tetzlaff, Geschäftsführer VonWO GmbH

Vorgehensweise

Das Seminar basierte auf dem Prinzip des erfahrungsorientierten Lernens, d.h. in erlebnispädagogischen Übungen sammelten die Teilnehmer konkrete Erfahrungen, die sie in ihren Berufsalltag übertragen können. Das Arbeiten mit Analogien ist eine bewährte Methode beim Training mit Führungskräften und Teams. Hier ist die Analogie offensichtlich: Wölfe führen ihr Rudel, Führungskräfte das Unternehmen. Wölfe interagieren immer dann erfolgreich im Team, wenn ihre Kompetenzen klar geregelt sind.

Beim Gruppentraining beobachteten die Teilnehmer unter Anleitung einer Biologin ein Wolfsrudel im Freigehege und verfolgten insbesondere Hierarchie, Führung und Zusammenarbeit innerhalb des Rudels.

Themenfeld „Teamfähigkeit“: Was zeichnet ein gutes Team aus? Welche Rolle spielen Einzelgänger und wie wirkt sich ihr Verhalten auf das Unternehmen aus? Die bei den Wölfen beobachteten Verhaltensweisen und Sozialstrukturen wurden auf die Unternehmensstrukturen übertragen. Besonders interessant dabei waren die Themen Führung, Zusammenarbeit und erkennbare Erfolgsfaktoren innerhalb eines Wolfsrudels.

Themenfeld „Führungsqualität“: Was zeichnet einen Leitwolf aus? Wie geht ein Leitwolf mit Jungtieren und anderen Rudelmitgliedern um? Wie lösen Wölfe Konflikte innerhalb und außerhalb des Rudels? Inwieweit lässt sich das Verhalten von Leitwölfen auf Führungskräfte und ihre Teams übertragen? Welche Strategien für Leistung, Kooperation und Lernverhalten lassen sich im Alltag als Führungskraft umsetzen?

Ablauf

Am ersten Tag starteten die Teilnehmer zu einem mehrstündigen Outdoor-Parcours mit verschiedenen Aufgaben, die es in der Gruppe zu lösen galt. Benötigt wurden Kompetenzen wie Zusammenarbeit, Kommunikation, Führung, Planen und Entscheiden, Unterstützen und Helfen sowie Risiken abschätzen. Bei einer Kartographie-Übung mussten sich die Teilnehmer, nur mit einer Landkarte ausgerüstet, in unbekanntem Gelände orientieren. Hier waren Kompetenzen wie Projektmanagement, Kommunikation, Teamarbeit, Zeit- und Ressourcenmanagement, Schnittstellenmanagement und Umgang mit Konflikten gefordert. Eine Lagerfeuerrunde schloss den ersten Tag ab.

Am zweiten Tag wurde die Kartografie-Übung des Vortags ausgewertet; die Teilnehmer übertrugen die Ergebnisse in ihren Alltag als Führungskraft. Am Nachmittag folgte das Thema „Wolf und Führungskraft“. Eine Biologin begleitete die Gruppe beim Beobachten des Wolfsrudels und erklärte die unterschiedlichen Verhaltensweisen von Leitwolf und Rudelwölfen in Bezug auf Hierarchie, Führung und Zusammenarbeit. Den Ausklang bildete ein geselliger Dampfbierabend.

Am dritten und letzten Tag erarbeiteten die Teilnehmer verbindliche Regeln für die zukünftige Zusammenarbeit und Prozessoptimierung sowie geeignete Instrumente zur Erfolgskontrolle.

Ergebnisse

  • Intensivieren der Kommunikation im Unternehmen, vor allem standortübergreifendes Erkennen von Gemeinsamkeiten und Unterschieden (Rudel/Team)
  • Verinnerlichen der eigenen Kompetenzen und Stärken
  • Konstruktives Geben und Nehmen von Feedback
  • Nachvollziehen des Regelkreises Leistung – Kooperation – Erfolg
  • Planen und Zusammenarbeiten in Konfliktsituationen

Fallstudie zum Download

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